Für ein Grünes Flintbek wollen wir zu mehr Informationen und Transparenz beitragen, indem wir halbjährlich über wichtige Themen unserer kommunalpolitischen Arbeit informieren. Das 2. Halbjahr 2025 war aus politischer Sicht kurz, da die Sommerferien erst im September endeten.
Bauausschuss
Eltern und Kinder können sich freuen. Der Bau der Kita Voorde, die auf Initiative der Grünen entsteht, nähert sich der Fertigstellung und Inbetriebnahme. Bis Weihnachten stand der Rohbau, Ende Januar ist Richtfest und bis zu den Sommerferien soll die Kita fertiggestellt sein, so dass nach den Sommerferien die Kita eröffnet wird.
Die Flächennutzungsplanänderung für die Erweiterung des Gewerbegebietes an der L318 (B-Plan 52) wurde beschlossen. Die öffentliche Verkehrserschließung des Gebietes wurde ganz in unserem Sinne so geplant, dass bis auf das Notwendigste eine Versiegelung vermieden wird und die potenzielle Aufteilung der Gewerbeflächen eine möglichst vielfältige Ansiedlung von größeren und kleineren Betrieben ermöglicht. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan soll im 1. Quartal 2026 erfolgen, so dass vor 2027 voraussichtlich nicht mit der Erschließung des Gewerbegebietes begonnen werden kann.
Nach der Umsiedlung des Kammmolches hat die Untere Naturschutzbehörde ihre Zustimmung zur Verfüllung des Biotops und des Grabens gegeben.
Im September wurde die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes an das Unternehmen „Cima“ gegen unsere Stimmen beschlossen. Aus unserer Sicht ist dieses Gutachten (12.000 €) auch auf Grund der Haushaltslage zur Zeit nicht erforderlich, da wir erst abwarten wollen, wie sich die Einkaufssituation durch das neue Baugebiet überhaupt verändert.
Die Sanierung der Umkleideräume am Sportplatz Eiderkamp wurde erstmal zurückgestellt, da auf Grund der Haushaltslage Kosten in Höhe von 240.000€ zur Zeit nicht finanzierbar sind.
Beim Teilhaushalt Bauen 2026 konnten auf Grund unserer Anträge über 100.000 € eingespart werden. Keine andere Partei hat hier Sparvorschläge gemacht.
Schulbauausschuss
Im nächsten Jahr sollen die Sanierungsmaßnahmen für die Gebäude, die nicht abgerissen werden, beginnen.
Hierzu gehört die Erneuerung des Daches Bauteil 4 (Gebäudetrakt der Gemeinschaftsschule) sowie die Umlegung und Sanierung der Grundleitungen.
Für die beiden Sanierungsmaßnahmen der Altgebäude belaufen sich die Kosten auf 1,8 Mio. € davon sind allein 230.000 € nur Planungskosten.
Die Sanierung der Umkleideräume der kleinen Turnhalle wird für das Programm des Bundes „Sportförderung“ angemeldet.
In der Gemeindevertretung haben wir es dann noch geschafft einen Haushaltstitel über 30.000 € für Beratungskosten (z. B. ÖPP-Projekt) für den Neubau der Schule einzubringen. Im Haushalt 2026 war keine Kostenansatz für den Neubau der Schule eingestellt. Der Schulneubau muss weitergehen, denn mit den Sanierungsmaßnahmen schaffen wir keine moderne Schule und nicht einen einzigen neuen Klassenraum.
Leider bewahrheitet sich jetzt die Wirtschaftlichkeitsberechnung, die wir vor dem Bürgerentscheid haben erstellen lassen. Ein Neubau einschließlich einer neuen Sporthalle an einem anderen Ort (ehem. Aldi-Gelände) wäre sehr viel günstiger geworden.
Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales
Die Auswertung der Befragung zu den Spielplätzen wurde von der Spielplatz AG vorgestellt. Daraus soll jetzt ein Gesamtkonzept entwickelt werden. Für die Umsetzung erster Maßnahmen werden 20.000 € im Haushalt 2026 bereitgestellt.
Eine Zusammenstellung über die Taxifahrten für die Füchse (Gruppe der Gemeindekita in der Schule) ergab, dass wir im Jahr 2026 einen Betrag von 12.163€ aufbringen müssen. Daher wurde beschlossen, dass die Betreunungszeit für die Füchse um 14.00Uhr endet und somit keine Taxifahrten mehr erforderlich sind. Für die Grünen auch ein Erfolg, denn seit Jahren haben wir uns gegen diese Taxifahrten ausgesprochen und dies immer wieder thematisiert.
Umwelt-, Klima-und Wegeausschuss
Der UKW und der Bauausschuss haben sich mit der Stellungnahme zur Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums II in Schleswig-Holstein Kapitel 4.7 zum Thema Windenergie an Land – Entwurf Juli 2025 beschäftigt.
Unser nachfolgender Antrag wurde in beiden Ausschüssen abgelehnt:
„Die Gemeinde Flintbek befürwortet die Erweiterung des Vorranggebietes Windenergie mit der Bezeichnung PR2_RDE_081 und bittet den Bürgermeister, eine entsprechende Stellungnahme abzugeben.“
Der Antrag der anderen Fraktionen (CDU, UWF), die eine unabhängige Untersuchung zum Arten- und Moorschutz und die Berücksichtigung der Wohnbauerweiterung fordern, wurde angenommen.
Wir haben die Bemühungen von CDU und UWF zum Naturschutz und Artenschutz in Frage gestellt, zumal diesbezüglich die Landesplanung schon entsprechende Gutachten beinhaltet.
In der Gemeindevertretung wurde unser Antrag nicht mehr zugelassen, da der andere Antrag weitergehender war.
Der Abschlussbericht zur kommunalen Kälte-und Wärmeplanung der amtsangehörigen Gemeinden des Amtes Eidertal von der Fachfirma Zeiten°Grad wurde beschlossen. Unser Antrag zur Unterstützung der Öffentlichkeit bei der Frage wie die Wärmeplanung umgesetzt werden soll, wurde auf die Februarsitzung des Ausschusses vertagt.
Die Absicht des Amtes Eidertal, eine Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Abwasserbeseitigung in Auftrag zu geben, wird von uns zur Zeit abgelehnt, da Flintbek bereits zwei Optionen hat, die jetzt geprüft werden – die Vererdung des Klärschlamms und der Anschluss an die Abwasserleitungen der Stadt Kiel. Eine endgültige Entscheidung wird im nächsten Amtsausschuss getroffen.
Ausschuss für Städtebauförderung
Nachdem der Rahmenplan im Juli beschlossen wurde, geht es jetzt in die Umsetzung.
Es gab einen Beschluss für die Ausschreibung eines Verkehrsanlagenplaners für das Bahnhofsumfeld. Leider sind wir mit unserem Antrag, dass ein Landschaftsarchitekt die Planung gemeinsam mit einem Verkehranlagenplaner macht, nicht durchgekommen. Aus unserer Sicht bedarf das Bahnhofsumfeld einer Grüngestaltung, da es hier auch um die Zuwegung von Voorde und dem Bahnhof/ZOB zum neuen Marktplatz geht.
Der Ausschuss hat auch noch der Ausschreibung eines Wettbewerbsbetreuers für das Investorenauswahlverfahren für die ehemalige Familafläche zugestimmt.
Finanz-und Lenkungsausschuss
Es gab einen Beschluss zur Änderung der Hebesätze bei der Grundsteuer B, hier sollen die Hauseigentümer entlastet und die Gewerbetriebe, die bei der Grundsteuerreform, deutlich entlastet wurden, mehr bezahlen:
Hebesatz Grundsteuer B für Wohngrundstücke: 540 %
Hebesatz Grundsteuer B für Nichtwohngrundstücke: 743 %
Die Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung wurde im letzten halben Jahr gar nicht einberufen.
Dies ist für uns auf Grund Flintbeks schlechter Haushaltslage unverständlich. Die Arbeitsgruppe müsste sich viel intensiver auch um die laufenden Ausgaben und nicht nur um Investitionen kümmern. Nur so lässt sich Geld einsparen.
Seniorenbeirat
Der Seniorenbeirat wurde im Oktober neu gewählt. Unsere Fraktion wird den regelmäßigen Austausch mit dem Seniorenbeirat fortsetzen, um frühzeitig prüfen zu können, inwieweit wir seine Anliegen unterstützen können.
Kinder- und Jugendbeirat
Der Kinder- und Jugendbeirat wurde im November ebenfalls neu gewählt, auch mit ihm werden wir uns im 1. Quartal 2026 austauschen, um die Jugendlichen bei ihren Vorhaben zu unterstützen.
Die Grünen haben bei allen ihren Entscheidungen ebenso die Klimaziele wie die soziale Gerechtigkeit berücksichtigt. Aber die Arbeit in den Gremien läuft nicht immer nach unseren Vorstellungen und manche Mehrheitsentscheidungen sind für uns zum Haareraufen, aber so geht Demokratie. Dennoch macht es Spaß, mit anderen gemeinsam das Leben in Flintbek mitgestalten zu können.
Wir werden uns auch weiter für ein Grünes Flintbek einsetzen.
Jetzt wünschen wir allen Flintbekerinnen und Flintbekern alles Gute zum Neuen Jahr.

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